Eigenproduktionen/Projekte

DER MAULWURF - Wühlkommen in den Verhältnissen

Premiere / Uraufführung: 08. Dezember 2016, 20 Uhr
36 weitere Vorstellungen bis Februar 2017

Ein Kabarettstück von Daniel Hedfeld & René Sydow

Der Drehbuchautor Daniel Hedfeld und der Kabarettist René Sydow haben ein Stück exklusiv für das Renitenztheater verfasst, das Kabarett und Theater auf spannende Weise verbindet und eine neue Farbe ins Programm bringt. Zur Umsetzung konnte mit dem Kom(m)ödchen-Regisseur Hans Holzbecher der perfekte Spielleiter für dieses außergewöhnliche Theaterexperiment gewonnen werden. Mit Michelle Brubach, Jörg Pauly, Frank Stöckle und Holger Güttersberger gehören vier Protagonisten zum Renitenzensemble, die es exzellent verstehen, Schauspiel mit Pointen-Komik zu verbinden. 


Im Kellerbüro einer Zeitung gehen Marc und Willi ihrem Job nach: Dem Löschen und Editieren von Meinungen in den Diskussionsforen des Internets. Wäre diese Arbeit nicht frustrierend genug, wird ihnen von ihrer Vorgesetzten Nadine auch noch ein neuer Mitarbeiter an die Seite gestellt. Doch wer ist dieser Dietrich, der nicht nur seltsame Klamotten trägt, sondern auch betont prahlerisch die Jagd auf FAKT42 eröffnet, einen Kommentarschreiber, der die Zeitung immer wieder bloßstellt und dessen Nachrichten aus dem Zeitungsgebäude zu kommen scheinen? Sucht Dietrich wirklich den Maulwurf im Unternehmen und warum? Und weshalb hat er sein komplettes Haus mit Kameras ausgestattet? Und überwacht Nadine vielleicht ihre Mitarbeiter? Und was ist das für ein Poster, das Willi immer mit sich trägt?

Wühlen Sie sich hinein in die Welt des Maulwurfs! Ein Kabarettabend tief unter den Kellern Stuttgarts, wo Journalisten versuchen, den Unterschied zwischen Haltung und Meinung herauszufinden, wo so manches Geheimnis erst nach einem Lied ans Tageslicht kommt und wo jeder jeden verdächtigt, denn ein Maulwurf gräbt sich schneller durch ein Büro, als Sie der Handlung hinterherkommen. 

 

Darsteller: Michelle Brubach, Jörg Pauly, Frank Stöckle, Holger Güttersberger (von oben links im Uhrzeigersinn, © Ferdinando Iannone)

Regie: Hans Holzbecher
Kostüm & Bühne: Leah Lichtwitz

grenzenlos - politisch-satirisches theater in europa

Ziel des Projektes ist, das politisch-satirische Theater, insbesondere das Kabarett-Theater als Medium der Reflexion gesellschaftlicher Veränderungen zu nutzen, den transnationalen Austausch von Kultur im Bereich politisch-satirischen Theaters anzuregen, und damit den kulturellen Dialog zwischen den am Projekt beteiligten Staaten zu fördern. Erfahrungen, die im Produktionsprozess unter einem gemeinsamen Thema und Titel, jedoch mit länderspezifischen Schwerpunkten gewonnen wurden und Problemstellungen, die sich ergeben, sollen im europäischen Rahmen diskutiert werden.

Ausgehend von der Struktur des Projektes sollen lokale, regionale, nationale und internationale Netzwerke gebildet werden, die einen wirklichen sozialen und kulturellen Mehrwert auf europäischer Ebene darstellen.

Bestandteile des Projektes sind die Hausprogramme des Renitenztheaters in Form satirischer Theaterstücke, die autorenarena und die Kabarettwerkstätten für Jugendliche. Mit den Produktionen geht das Renitenztheater auf Gastspielreisen: seit Projektstart nach Polen, Rumänien, Kroatien und Frankreich beziehungsweise empfängt Partnerbühnen in Stuttgart.

autorenarena

Mit der "autorenarena" werden dem interessierten Publikum einer Tradition des literarischen Kabaretts folgend, Theater- und Drehbuchautoren vorgestellt sowie Autoren, deren Prosatexte sich für eine Dramatisierung eignen.

In einer "Inszenierten Lesung" spielen und lesen Schauspieler unter Regie. Sie stehen im Spannungsfeld zwischen Buch und Darstellung. Dies sowie ansatzweise ein Bühnenbild, Kostüm- und Lichtgestaltung geben der "autorenarena" den besonderen Reiz eines "work in progress". Die vierte Probe ist die Aufführung.

Der Autor geht nach der einstündigen Bühnenpräsentation aus seinem Werk und nach einem Gespräch mit dem Moderator, zusammen mit diesem, den Schauspielern und dem Regisseur/Dramaturgen zum Publikum in die Arena.

Die Stuttgarter Zeitung schreibt "Schauspieler lesen und spielen im Imaginationsraum der Literatur" und "... könnte eine echte Alternative zur Autorenlesung sein".

Die autorenarena wurde gefördert durch