Eigenproduktionen/Projekte
grenzenlos - politisch-satirisches theater in europa
Ziel des Projektes ist, das politisch-satirische Theater, insbesondere das Kabarett-Theater als Medium der Reflexion gesellschaftlicher Veränderungen zu nutzen, den transnationalen Austausch von Kultur im Bereich politisch-satirischen Theaters anzuregen, und damit den kulturellen Dialog zwischen den am Projekt beteiligten Staaten zu fördern. Erfahrungen, die im Produktionsprozess unter einem gemeinsamen Thema und Titel, jedoch mit länderspezifischen Schwerpunkten gewonnen wurden und Problemstellungen, die sich ergeben, sollen im europäischen Rahmen diskutiert werden.
Ausgehend von der Struktur des Projektes sollen lokale, regionale, nationale und internationale Netzwerke gebildet werden, die einen wirklichen sozialen und kulturellen Mehrwert auf europäischer Ebene darstellen.
Bestandteile des Projektes sind die Hausprogramme des Renitenztheaters in Form satirischer Theaterstücke, die autorenarena und die Kabarettwerkstätten für Jugendliche. Mit den Produktionen geht das Renitenztheater auf Gastspielreisen: seit Projektstart nach Polen, Rumänien, Kroatien und Frankreich beziehungsweise empfängt Partnerbühnen in Stuttgart.
Kabarettwerkstätten für Jugendliche (ein Projekt des Renitenztheaters und der Robert Bosch Stiftung)
Ein Schwerpunkt des Renitenztheaters liegt traditionell in der Nachwuchsförderung. Neben dem bereits etablierten Nachwuchswettbewerb um den "Stuttgarter Besen" wurden 2006 mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung die Kabarettwerkstätten für Jugendliche geboren, in denen Schüler Texte und Musikbeiträge erarbeiten, um die Ergebnisse dann selbst auf die Bühne zu bringen.
"Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt, und die teilweise wild kostümierten Jugendlichen nutzten diese Freiheit ausgiebig: Von den Nachrichten bis zur Quizschau, vom Werbeblock bis zur Expertenrunde haben sie alles respektlos durch den Kakao gezogen und dabei völlig unverkrampft vielfältige Formen der Darstellung ausprobiert: einzeln, in der Gruppe, als Sketch, mit und ohne Gesang und Tanz", schrieb die Stuttgarter Zeitung.
Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist der Bereich der politischen Bildung, in dem tagesaktuelle Themen im satirischen Spiegel reflektiert werden.
Ausgehend vom Pilotprojekt in Stuttgart werden zurzeit weitere Kabarettwerkstätten von der Robert Bosch Stiftung in vier ostdeutschen Städten installiert.
Die Kabarettwerkstätten werden gefördert durch 
autorenarena
Mit der "autorenarena" werden dem interessierten Publikum einer Tradition des literarischen Kabaretts folgend, Theater- und Drehbuchautoren vorgestellt sowie Autoren, deren Prosatexte sich für eine Dramatisierung eignen.
In einer "Inszenierten Lesung" spielen und lesen Schauspieler unter Regie. Sie stehen im Spannungsfeld zwischen Buch und Darstellung. Dies sowie ansatzweise ein Bühnenbild, Kostüm- und Lichtgestaltung geben der "autorenarena" den besonderen Reiz eines "work in progress". Die vierte Probe ist die Aufführung.
Der Autor geht nach der einstündigen Bühnenpräsentation aus seinem Werk und nach einem Gespräch mit dem Moderator, zusammen mit diesem, den Schauspielern und dem Regisseur/Dramaturgen zum Publikum in die Arena.
Die Stuttgarter Zeitung schreibt "Schauspieler lesen und spielen im Imaginationsraum der Literatur" und "... könnte eine echte Alternative zur Autorenlesung sein".
Die autorenarena wurde gefördert durch 
Wenn Kinder eine Reise tun
Das Renitenztheater Stuttgart möchte als neuen Schwerpunkt mit seinem Projekt "Wenn Kinder eine Reise tun", junges Publikum aus der Region zu Gast haben. Es möchte dadurch ans Theater heranführen, indem es "Theater für Kinder und Theater mit Kindern" macht. Die Kinder begeben sich auf eine Reise im doppelten Sinn. Aus dem eingebetteten Zuhause in der Region geht es in die Landeshauptstadt, für einige vielleicht zum ersten Mal. Sie werden Teil des Verkehrs, der täglich rollt, Teil der Mobilität und Geschwindigkeit, die das moderne Leben bestimmen. Am Ziel gehen sie dann mit "Hans, mach Dampf!" auf Reisen, nehmen an einem Traum teil, dürfen ihrer Fantasie freien Raum lassen.
"Hans, mach Dampf!", ein Spaß zum Zusehen, Zuhören und Mitsingen nach dem gleichnamigen Buch von Peter Schindler und Wolfgang Slawski.
Mit: Martin Theuer, Peter Schindler, Schülern des Mörikegymnasiums Stuttgart
Regie: Christian Achmed Gad Elkarim
Das Projekt wurde in der Sequenz 2007 unterstützt von:
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