Das Renitente Blog

Donnerstag 19. Januar 2012

Interview mit Trude träumt von Afrika, am 25.1. bei uns:

2011 feierten die Damen von `Trude träumt von Afrika´ ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Außerdem wurden sie mit dem Kleinkunstpreis "Bad Oldesloer Frauenkulturbeutel" ausgezeichnet. Am 25. Januar kommen sie nun, zum ersten Mal, ins Renitenz. Grund für uns vorab ein paar Fragen an die heißen Ladies zu stellen. Die Einführung geben sie selbst:

Zum Interview haben sich im Internetz eingefunden (wie auch immer sie dorthin gekommen sind) Trude Agathe alias Anke Hundius und Trude Erna alias Eva Roßberg. Hier sitzen sie nun virtuell herum,  um echte Fragen echt zu beantworten...

Ihr seid ursprünglich eine westafrikanische Percussiongruppe aus Hamburg, richtig?

Trude Erna: „Da will ich mal lieber gleich aufklären: Wir sind keine gebürtigen Afrikanerinnen! Ansonsten: stimmt.“
Trude Agathe: „...und davor waren wir ein Blockflötenensemble.“

Wie verbindet ihr die `schrulligen´ Truden mit der heißen Musik?

Trude Erna: „Die meisten Deutschen, die afrikanische Musik machen, tun das bierernst, möglichst total original-afrikanisch. Wir sind irgendwann drauf gekommen, dass wir das nie erreichen werden - allein schon optisch nicht.“
Trude Agathe: „Da ist was dran!“
Trude Erna: „Deshalb die Flucht nach vorne (und gleichzeitig 300-prozentriger Lustgewinn): Was könnte komischer sein, als typische, trutschige, hanseatische Hausfrauen im mittleren Alter, die völlig entfesselt Exotisches und „Wildes“ tun?“

Was wollt ihr damit ausdrücken oder erreichen?
 
Trude Agathe: „Es macht unglaublich viel Spaß, mit den Gegensätzen zu spielen: unsere Optik – eben die „Dame im mittleren Alter“ mit sehr eigenem Geschmack, was die Kleidung angeht, und dann diese kraftvollen Rhythmen, die Gesänge, die Trommeln, die Musik...“
Trude Erna: „Alte Schlager zu Trommelbegleitung, …“
Trude Agathe: „Kampfkunst mit Spazierstöcken und Topfdeckeln...“
Trude Erna: „Wir bringen, wie mal ein Journalist schrieb: den schwarzen Kontinent direkt in die gute Stube. Das spricht auch die Leute an, die sonst nie in ein Trommelkonzert gehen würden. Das gefällt uns so gut: dieses so bunt gemischte Publikum.“

Gibt es in euren 20 Jahren auf der Bühne einen Lieblingsmoment?

Trude Erna: „Es gibt so viele Lieblingsmomente! Die absurden Dialoge mit Agathe – aber auch die Gesänge reißen mich immer wieder vom Hocker. Und Unvorhergesehenes aller Art.“
Trude Agathe: „Ja, ja, genau...Unvorhergesehenes...“

Nun seid ihr zum ersten Mal in Stuttgart. Was spielt ihr da und auf was stellt ihr euch ein?

Trude Erna: „Wir spielen unser Programm „Das Beste aus den ersten 17 Jahren, sozusagen unser Kennenlernprogramm. Vor total begeistertem Publikum. Wie immer! Das klingt jetzt vielleicht nicht so bescheiden...aber ich will ja nicht lügen.
Trude Agathe: Es handelt sich um Leckereien, Köstlichkeiten und Apptetithäppchen der vergangenen Jahrzehnte...jetzt krieg´ ich Hunger...

Auf was sollte sich das Publikum einstellen und wer sollte sich das ansehen?

Trude Erna: Alle natürlich, von vier bis hundertvier. Humor sollten sie allerdings mitbringen.
Auf was sich das Publikum einstellen soll? Auf 2 Stunden Glücklichsein ! - Und Lachmuskelkater.
Trude Agathe: Gibt´s hier irgendwo was zu essen? 


Erst nach der Vorstellung! Vielen Dank an Trude Erna und Trude Agathe von Trude träumt von Afrika.
Die Fragen stellte Kathrin Waldow.

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